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01. Oktober 2019
SPD stellt Prüfantrag

Fußgängerzone für Radfahrer freigeben?

Bestehende Radwege im Dunkeln nicht atraktiv
Die SPD-Fraktion im Viersener Rat möchte die Fußgängerzone nach Ladenschluss für Radfahrer freigeben. Während der Dunkelheit sind die bestehenden Radwege unübersichtlich und könnten subjektive Angsträume darstellen.

Auch die Rheinische Post berichtet in ihrer Lokalausgabe.

Fußgängerzone für Radler freigeben?

>> Die SPD will prüfen lassen, ob die Viersener Fußgängerzone komplett für den Radverkehr freigegeben werden kann. Sie schickte jetzt einen entsprechenden Antrag an die Bürgermeisterin.

In Fußgängerzonen ist Radfahren grundsätzlich laut Straßenverkehrsordnung verboten. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die Kommune ein Zusatzschild anbringt ("Radverkehr frei") und das Radfahren erlaubt. Eine Angabe zur zeitlichen Beschränkung ist möglich, ebenfalls der Hinweis auf eine angepasste Geschwindigkeit ("Schritttempo").

"Die Fußgängerzone wird bisher schon -- allerdings unrechtmäßigerweise -- von Radfahrern zum Abkürzen von Verbindungen oder zum Befahren genutzt", sagt Jens Krudewig, sachkundiger Bürger für die SPD. "Dies erscheint zu Haupteinkaufszeiten aufgrund der hohen Fußgängerfrequentierung durchaus sinnvoll, wirft allerdings die Frage auf, ob es dem Radverkehr nicht außerhalb der normalen Geschäftszeiten gestattet werden kann, die Fußgängerzone zum Befahren zu nutzen."

Schließlich sei schon jetzt das Befahren zu Belieferungszwecken für Autos und Lastwagen zeitlich begrenzt möglich. "Insofern erscheint eine entsprechende Freigabe für den Radverkehr ebenfalls sinnvoll, zumal dies unzähligen Radfahrern zum Beispiel auf dem morgendlichen Schulweg in vielen Fällen entgegenkommen würde", sagt Krudewig.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Jörg Dickmanns sieht noch ein weiteres Argument: "Neben der Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls, insbesondere in den Abend- und Nachtzeiten ließen sich darüber hinaus durch die temporäre Freigabe der Fußgängerzone für den Radverkehr auch zusätzliche Anreize für einen häufigeren Umstieg vom Auto auf das Fahrrad setzen. Vor dem Hintergrund, dass die Fußgängerfrequentierung zu diesen Zeiten gering ist, dürften sicherheitsbezogene Aspekte, die einer unbefristeten Freigabe der Fußgämngerzone für den Radverkehr entgegenstehen, von untergeordneter Rolle sein." <<

(Quelle: rheinische-post.de)