Pressespiegel:

  • 28. September 2011

Neubau für Gesamtschule? (RP-Online 28.09.2011)


Viersens SPD denkt darüber nach, die Anne-Frank-Gesamtschule am Standort im Rahser zu konzentrieren. Der Komplex an der Lindenstraße soll aufgegeben und vermarktet werden. Die Partei fordert eine Machbarkeitsstudie.

Alle Anstrengungen zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes dürfen nach Auffassung der Viersener SPD-Fraktion nicht dazu führen, notwendige Investitionen vor allem im Bildungsbereich aus den Augen zu verlieren. "Dabei sind nicht kurzfristige Überlegungen gemeint, sondern mittelfristige Planungen, die sich am finanziell Machbaren und Leistbaren orientieren", so Fraktionsvorsitzender Alfons Görgemanns gegenüber der Rheinischen Post. Seine Partei will in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die Verwaltung beauftragen, eine Machbarkeitsuntersuchung zur Weiterentwicklung der Anne-Frank-Gesamtschule durchzuführen oder in Auftrag zu geben. "Unsere Überlegungen haben ihre Basis in der derzeit unbefriedigenden Situation der Gesamtschule mit zwei Standorten für die Sekundarstufe 1 im Rahser und der Oberstufe im Gebäude Lindenstraße", erklärt Görgemanns. Die zwei Standorte haben aufwendige Abstimmungen im organisatorischen Ablauf zur Folge.

"Wünschenswert wäre die Konzentration an einem Standort", meint der Politiker. Nach Kenntnis der SPD sei das Gebäude Lindenstraße dringend renovierungsbedürftig. Schon der äußere Augenschein lasse dies erkennen. "Notwendige Einrichtungen fehlen, entsprechen nicht den heutigen Erfordernissen und müssten neu eingerichtet werden. Für die Aufnahme von Schülern in der Oberstufe fehlen Räume", sagt Görgemanns.

Ziel der SPD-Fraktion ist, den Standort Lindenstraße aufzugeben und dafür einen Anbau für eine vergrößerte Oberstufe am Standort im Rahser in Auftrag zu geben. "Dieses Gebäude sollte auf dem Gelände der Anne-Frank-Gesamtschule errichtet werden", so Görgemanns. "Der Standort Lindenstraße im Zentrum der Stadt, zwischen Rathausmarkt, Hauptstraße und unmittelbar an den Casinogarten angrenzend, könnte vermarktet und ein wichtiges Herzstück der urbanen Entwicklung unmittelbar im Stadtzentrum werden." Dabei sei ohne einschränkende Vorgaben nach einem entsprechenden Investor zu suchen.

Wie das Gelände künftig genutzt werden kann, soll in der Politik – vorrangig unter Einbeziehung der Bürger – diskutiert werden. Görgemanns: "Bei Realisierung dieser Vorstellung würden die Gesamtschule, vor allem Lehrer und Schüler, eine deutliche Verbesserung der schulischen Situation erreichen. Die Innenstadt würde unmittelbar im Zentrum zu dem zentralen Punkt der urbanen Entwicklung. Das bisherige Schulgebäude blockiert heute fast 7000 Quadratmeter Innenstadtfläche, die sicher nicht übertrieben als ein Filetstück städtischer Entwicklungsmöglichkeiten bezeichnet werden kann."