Meldung:

  • 09. November 2009

Willkommen in der Villa Kunterbunt.


„Was Frau Maaßen da gerade veranstaltet wird sich schnell als politisches Windei entpuppen.“ Er kann sich nicht vorstellen wie lange das sogenannte Jamaika-Bündnis hält, wenn Frau Maaßen nach dem Ratsmandat und dem Sitz im Kreistag als drittes auch noch für den Landtag kandidiert.

Den Bürger vorzumachen das oberste Ziel der Grünen sei die Ablösung von „Schwarz/Gelb“ und gleichzeitig mit den Vertretern der gleichen Farben in Viersen gemeinsame Sache zu machen, wird nicht zur Glaubwürdigkeit der Grünen beitragen. „Ein solch unredliches Verhalten wäre bei früheren Kommunalpolitikern der Viersener Grünen nicht vorstellbar gewesen,“ so Görgemanns. Das Bemühen um politischen Einfluss und das Erobern von Mandaten ist legitim. Dabei aber die eigenen Ziele mit angeblichen Fehlern anderer zu begründen grenzt schon an Böswilligkeit, meinen die Sozialdemokraten. Als Beispiel verwies der SPD-Chef auf die von den Grünen angestrebten Bargeldleistungen an Asylbewerber. Im Auftrag der SPD-Fraktion haben die Sozialpolitiker Häntsch und Beckers Gespräche mit den Grünen geführt und eine Mehrheit für den grünen Antrag organisiert. Danach passierte außer der Bewerbung von Frau Maaßen für das Bürgermeisteramt nichts mehr. Ihr angeblich vorrang!
iges Ziel, Verbesserungen für die Asylbewerber zu realisieren, hätten die Grünen bereits ein Jahr früher erreichen können. Es interessierte sie aber in Wirklichkeit gar nicht mehr. Heute hängen sie das Schild wieder raus.

Seit längerer Zeit ist für jeden aufmerksamen Beobachter der Viersener Kommunalpolitik erkennbar, dass die Grünen unter Führung von Frau Maaßen nur ein Ziel haben, die Fraktionsvorsitzende unter allen Umständen in eine gute Startposition für den Landtagswahlkampf zu bringen. So war in Viersen schon lange offensichtlich, dass Frau Maaßen eine repräsentative Position anstrebte um diese Position als Startbasis für den Wahlkampf des nächsten Jahres zu benutzen. Die Kalkulation war einfach: In der bisherigen Konstellation war dies nicht zu erreichen. Man nahm wohl an, die CDU mit Mackes gewinnt die Wahl, die FDP gebärdet sich unabhängig und CDU und Grüne erreichen zusammen eine Mehrheit. Belohnung das angestrebte Amt. So wurde als Einstieg in die gewünschte Koalition das Thema Klimaschutz nur zwischen CDU und Grünen angepackt. Die anderen Parteien, inklusive der FDP, wurden von diesen Aktivitäten überrascht. Zwischenzeitlich geht es auch an diesem Thema nicht w!
eiter. Auch hier hatte man mit falschen Zahlen gerechnet.

So, wie auch bei den kalkulierten Wahlergebnissen. Herr Mackes verfehlte sein Ziel deutlich und Frau Maaßen war die Kandidatin mit dem schlechtesten Ergebnis aller Bürgermeisterkandidaten. Sie konnte nur knapp die Hälfte der Stimmen die für ihre Partei, die Grünen, abgegeben wurden, für sich verbuchen. Die Wähler haben wohl den Braten gerochen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die grüne Basis diese merkwürdigen Machtspielchen mitmacht. „ zeigt sich Görgemanns sicher. „So dünn kann die Basis der Grünen nicht sein, dass man mit Doppel- und Mehrfachmandaten Politik machen will.“ Er plädiert deshalb für Gelassenheit im Umgang mit „Jamaika“ und stellt fest: „Schon bei der ersten Ratssitzung war beim Schaulauf von Frau Maaßen erkennbar, das Fundament von „Villa Kunterbunt“ bröckelt jetzt schon.“