Pressemitteilung:

  • 13. Januar 2012

Alter Wein in neuen Schläuchen


Jörg Dickmanns

Manuel García Limia
„Die Vorschläge des CDU-Nachwuchs sind eine Mischung aus alten Vorschlägen und vollkommen unrealistischen Forderungen“, so SPD-Ratsherr Manuel García Limia. Die Junge Union hatte bereits vor Wochen eine Liste mit Einsparungsvorschlägen angekündigt. Die nun vorgelegte Liste erzeugt bei den Viersener Sozialdemokraten jedoch lediglich Kopfschütteln.

„Die Vorschläge bzgl. der Stadtteilbüchereien und der Servicestellen sind alte SPD-Forderungen, die noch vor kurzem von der CDU-geführten Ratsmehrheit abgelehnt wurden. Als es seinerzeit um die Entscheidung ging, hat der CDU-Nachwuchs geschwiegen. Im Falle der Stadtteilbücherei in Dülken gibt es heute jedoch einen über 10 Jahre laufenden Mietvertrag und es hat Investitionen am neuen Standort gegeben. Nachdem jetzt aber Tatsachen geschaffen wurden, eine Schließung zu fordern, ist nicht nur populistisch, sondern auch ökonomisch unsinnig“, so der SPD-Ratsherr Jörg Dickmanns.

Auch die Forderungen das Stadtarchiv und den Aktenverkehr zu digitalisieren stoßen auf Unverständnis. „Diese Forderungen kommen in regelmäßigen Abständen immer wieder auf die Tagesordnung. Zum einen ist es mehr als fraglich ob es langfristig kostengünstiger ist, zum anderen ist die Nutzung von digitalisierten Unterlagen immer auch an die aktuelle Technik gebunden, die relativ schnell veraltet. Datenträger der 70er und 80er Jahre sind heute nur noch schwer zu nutzen, da die Hardware nicht mehr vorhanden ist“, so García Limia weiter.

„Über Putzroboter zu sinnieren oder über vermeintliche verbrauchsintensive und teure Fuhrparks zu reden zeigt, dass es der JU nicht um die Sache geht, sondern lediglich um die Hoheit über die Stammtische. So funktioniert Politik aber nicht“, kritisiert Dickmanns.

Auch der Vorschlag über die Abschaffung des Caterings in den Ausschusssitzungen wird von den beiden Sozialdemokraten kritisiert. „Es ist unseriös und entspricht nicht der Realität, von einem Catering in den Sitzungen zu sprechen. Der Vorsitzende der Jungen Union ist selber Mitglied eines Ausschusses und weiß ganz genau, dass das von ihm angesprochene Catering aus Mineralwasserflaschen besteht. Wer so etwas behauptet will nur Stimmung machen. Es ist ebenfalls ungehörig, dass von der Jungen Union hier versucht wird einen Generationenkonflikt herbeizureden. Gesellschaft funktioniert nur solidarisch und nicht so wie es sich der CDU-Nachwuchs scheinbar vorstellt“, wirft García Limia vor.