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22. April 2019
Am 28. April 2019 in der Königsburg, Hochstraße 13 in Süchteln

Ehrung für Günter Thönnessen

Verleihung der Ernst-Alex-Medaille
Günter Thönnessen auf Wahlplakat (2004)
Eine große Würdigung für einen verdienstvollen Viersener Sozialdemokraten: Im Rahmen eines Empfangs, den der SPD-Ortsverein Viersen am 28. April organisiert, erhält der ehemalige Bürgermeister der Stadt Viersen, Günter Thönnessen die Ernst-Alex-Medaille. Die Ernst-Alex-Medaille ist die höchste Ehrung, die der SPD-Ortsverein Viersen an verdiente SPD-Mitglieder vergibt.

Günter Thönnessen, der von 2004 bis 2015 Bürgermeister seiner Heimatstadt war, erhält die Ehrung für seine Verdienste um die Stadt und die örtliche SPD. "Günter Thönnessen hat sich in seinen zahlreichen Funktionen um unsere Stadt verdient gemacht. Viele wichtige Impulse sind gerade in seiner Amtszeit angestoßen worden. Dafür wollen wir Sozialdemokraten Danke sagen", so der Viersener Parteivorsitzende Michael Lambertz.

Bei Ernst Alex (1902-1983) handelt es sich um einen langjährigen Sozialdemokraten und Gewerkschafter. Nach der Zerschlagung der freien Gewerkschaften und der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten wurde er aufgrund seiner sozialdemokratischen Einstellung aus seinem Amt in der Stadtverwaltung entfernt. In den Jahren 1933 bis 1935 wurde er wegen seiner Einstellung und seines Eintretens für seine Partei mehrfach in so genannte „Schutzhaft“ genommen. 1935 machte man ihm vor dem Volksgerichtshof den Prozess und verurteilte ihn zu drei Jahren Zuchthaus wegen Rädelsführerschaft. Von 1935 bis 1938 war er in Zuchthaushaft. Im Zusammenhang mit dem Stauffenberg-Attentat am 20.Juli 1944 wurde er wiederum für drei Monate in „Schutzhaft“ genommen und nach drei Monaten Haft wurde er als kranker Mann entlassen. Nach dem Krieg wurde er in Viersen zum Beigeordneten und Stadtdirektor gewählt. Er war damit der Stellvertreter des Oberstadtdirektors. Seine vorrangige Aufgabe sah er als Sozialdezernent der Stadt Viersen.

Diese ohnehin schwierige Aufgabe war damals ein Schlüsselamt. Es fehlte an Wohnraum. Die Bombenschäden durch den Krieg hatten gerade auch in Viersen große Verwüstungen hinterlassen. Hinzu kamen die Flüchtlinge, die die Wohnraumfrage zu einer schier unlösbaren Aufgabe machte. Hier hat Ernst Alex sich in der praktischen Politik seine größten Verdienste erworben. Nach Ablauf seiner 12jährigen Wahlzeit wurde er im Februar 1959 vom Rat der Stadt Viersen einstimmig für weitere 12 Jahre wiedergewählt. Diese Aufgabe erfüllte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1967. Für die Viersener Sozialdemokraten ist Ernst Alex ein Beispiel dafür, dass man auch in schwierigen Zeiten im Sinne seiner Ideale handelt.

Günter Thönnessen erhält erst als fünfter Sozialdemokrat diese hohe Ehrung. Vor ihm erhielten bisher die ehemalige Landtagsabgeordnete Marie-Luise Morawietz, die früheren Fraktionsvorsitzenden Heinz Leuker und Alfons Görgemanns und der langjährige stellvertretende Bürgermeister Jochen Häntsch die Ernst-Alex-Medaille.

Die Verleihung findet am Sonntag, den 28. April um 11:00 Uhr in der Königsburg auf der Hochstraße 13 in Süchteln statt.