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03. Juli 2018
Grün statt Grau

SPD fordert ökologisch aufgewertete Vorgärten

Stadtklima verbessern und Artenvielfalt fördern
Manuel García Limia
Manuel Gracía Limia, Fraktionsvorsitzender der Viersener SPD
Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Viersen beantragt für die nächste Sitzung des zuständigen Fachausschusses, dass die Verwaltung zeitnah ein Konzept bzgl. der Förderung ökologisch aufgewerteter Vorgärten erarbeiten soll. Dieses Konzept soll als ein Baustein zur Verbesserung des Stadtklimas und der Artenvielfalt dienen. Ein solches Konzept sollte die Aspekte Beratung von Bürgerinnen und Bürgern, Öffentlichkeitsarbeit, ökologische Aufwertung von Gärten und Förderung von Umgestaltungsmaßnahmen beinhalten. Zusätzlich sollte dies bei der Aufstellung von zukünftigen Bebauungsplänen Berücksichtigung finden.


Auch in der Stadt Viersen ersetzen immer mehr Hausbesitzer das klassische Grün ihrer Vorgärten. Viele Vorgärten präsentieren sich zunehmend grau statt grün, nicht mehr als einladender Pflanzenteppich, sondern als Steinwüste aus Schotter, Split oder Kies. Diese Vorgärten konkurrieren oftmals mit Flächen, die lediglich aus Zierrasen bestehen und aus ökologischer Sicht ebenfalls einen eher geringen Mehrwert besitzen. Oftmals erfolgt die Umwandlung der Vorgärten einzig aus der Hoffnung heraus, dass der Pflegebedarf der Vorgärten durch eine solche Umgestaltung – gerade in einer älter werdenden Gesellschaft - deutlich geringer wird. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BFL) hervor.

Diese Vorgärten erweisen sich jedoch nicht wirklich als pflegeleichte Alternative zu den klassischen Gärten, sondern sind mittel- und langfristig deutlich pflegeintensiver. Zudem wirken sich die monotonen Steinflächen oder Zierrasen negativ auf das Kleinklima im Wohnumfeld aus. Für Insekten – und dadurch auch für Vögel - bieten diese Vorgärten keinen Lebensraum und keinerlei Nahrung. Die Meldungen über den Rückgang von Insekten und Vögeln erreichen inzwischen einen alarmierenden Stand. In vielen Regionen Deutschlands hat die Zahl der fliegenden Insekten dramatisch abgenommen.

Diese Situation hat eine Vielzahl von Gründen. Entscheidend ist, dass eine ökologische Kehrtwende eingeleitet wird. Gerade auch die kommunale Ebene hat hier ihren Beitrag zu leisten. Ein Paradigmenwechsel ist erforderlich, um ein Umdenken einzuleiten. Dazu verpflichtet uns unsere Umwelt, die durch solche Maßnahmen permanent zerstört wird. Das Ziel muss daher die Förderung von ökologisch aufgewerteten Gärten sein. Die Vorgärten, als „Visitenkarte“ bietet sich hier geradezu an. Die Verwaltung soll ein Konzept erarbeiten, wie hier Abhilfe geleistet werden kann. Dieses Konzept sollte die Aspekte Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Aufwertung von Gärten und Förderung von Umgestaltungsmaßnahmen beinhalten.